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Baupreise in der Schweiz sind leicht gesunken

Juni 30th, 2016 in Zinsentwicklung

Die Schweizer Baupreise sind zwischen Oktober 2015 und April 2016 um 0,5 gesunken, sodass der Baupreisindex jetzt statt bei 100 (Ausgangswert „Oktober 2015“) bei 99,5 liegt. Bei Einfamilienhäusern ist der Indexwert auf 99,7 gesunken, wobei allerdings Unterschiede zwischen den Regionen deutlich sind. So reduzierte sich der Baupreisindex in der Genfersee-Region stärker als im Schweizer Durchschnitt, während er in der Nordwestschweiz sogar etwas anstieg. Das gab das Bundesamt für Statistik (BFS) am 23.06.2016 bekannt.

Ursachen für den Gesamtpreisnachlass sind Preissenkungen im Bereich „Ausbau 1“, der beispielsweise Gipser-, Schreiner- und Metallbauarbeiten beinhaltet, sowie im Bereich „Sanitär- und Elektroanlagen“. Teurer geworden sind dagegen Arbeiten im Bereich „Ausbau 2“, zu dem Malerarbeiten sowie Arbeiten rund um Boden- und Wandbeläge gehören.

Stärkster Rückgang in der Genfersee-Region

Der Gesamt-Baupreisindex (für alle Bausparten) sank in der Genfersee-Region auf 98,8. Eher gering ist der Rückgang dagegen in der Nordwestschweiz sowie im Tessin, wo der Indexwert im April 2016 jeweils den Wert 99,8 erreichte. Auch beim Neubau von Einfamilienhäusern verzeichnet die Genfersee-Regionen einen besonders starken Rückgang und zwar auf 98,7. Einen geringen Rückgang des Indexwertes gab es in Espace Mittelland und in der Ostschweiz mit jeweils 99,9. In der Nordwestschweiz stieg der Einfamilienhaus-Baupreisindex sogar auf 100,5.

In Bezug zu 1998 und 2010 ist der Index heute höher

Setzt man statt der Baupreise im Oktober 2015 die vom Oktober 2010 oder gar vom Oktober 1998 als Referenzwert, ergibt sich ein etwas anderes Bild. Setzt man den Oktober 1998 auf den Indexwert 100, ergibt sich für die gesamte Schweiz im April 2016 ein Baupreisindex von 126,7. Hier fehlen aber Angaben zu den Baupreisen bei Einfamilienhäusern, da für sie erst ab Oktober 2010 Werte vorliegen.

Setzt man den Oktober 2010 auf den Indexwert 100, so ergibt sich für die gesamte Schweiz und alle Bauvarianten ein Wert von 102,1. Beim Neubau von Einfamilienhäusern ergibt sich im Vergleich zum Indexwert 100 (Oktober 2010) im April 2016 ein Indexwert von 101,7. Die Bandbreite der Anstiege bei den Einfamilienhäusern reicht von 100,7 in der Zentralschweiz bis zu 103,6 mit der Nordwestschweiz. Mit dem Tessin gibt es aber auch eine Schweizer Region, in der der Indexwert seit Oktober 2010 gesunken ist. Er lag im April 2016 bei 98,1.

Fix-Hypotheken sind wieder auf Tiefstständen

Die Entwicklung der Baupreise in den letzten Monaten sind also vielerorts positiv für all diejenigen, die ein Bauprojekt wie etwa den Neubau eines Einfamilienhauses planen. Auch die Hypothekenzinsen sind aktuell weiterhin günstig für ein Neubauprojekt. Laut der Credit Suisse Hypothekenzins-Prognosen vom 09.06.2016 liegt der Orientierungswert für einen auf 15 Jahre festgelegten Hypothekenzins am 09.06. bei 1,87. Bei einem auf 10 Jahre festgelegten Hypothekenzins erreicht der Orientierungswert 1,48, bei einem auf fünf Jahre festlegten Hypothekenzins 1,06 und bei einer Festlegung von drei Jahren 1,04. Fix-Hypotheken werden definiert durch einen festen Zinssatz über eine feste Laufzeit und einen festen Betrag.

Der Orientierungswert für den Zinssatz bei einem Flex-Rollover-Hypothek liegt laut Credit Suisse bei 1,02. „Bei der Flex-Rollover-Hypothek werden Zinsen nach Tranchen von 1, 2, 3, 6 oder 12 Monaten stets neu festgelegt“, definiert Credit Suisse. Laut Prognose von Credit Suisse bleiben die Zinsen für Flex-Rollover-Hypotheken sowie für die drei- und fünfjährigen Fix-Hypotheken im 12-Monatstrend in der Schweiz ungefähr gleich. Bei zehn- bzw. 15-jährigen Fix-Hypotheken erwartet Credit Suisse dagegen einen Aufwärtstrend. In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich verschiedener Hypothekenangebote, um das individuell beste zu finden.

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