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Klimawandel verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Januar 28th, 2016 in News

Im ersten Halbjahr 2015 haben Naturkatastrophen aller Art weltweit Schäden in Höhe von etwa 32 Milliarden Franken angerichtet. Hinzu kommt eine hohe Zahl an Todesopfern: Nach offiziellen Angaben sind im Halbjahr 1/2015 insgesamt 16.200 Menschen aufgrund von Naturkatastrophen ums Leben gekommen.

Das berichtete jüngst die Grossbank UBS auf Basis ihrer selbst herausgegebenen Studie „Climate change: A risk to the global middle class“. Der Titel der Studie verrät: Diejenige Gruppe, die im Fokus der Studie steht, ist die weltweite Mittelschicht. Sie besteht laut UBS aus einer Milliarde Menschen. Und die sind häufig nicht ausreichend versichert, um klimabedingte Schäden finanziell gut tragen zu können, heisst es in der Studie.

Viele Wetterschäden sind nicht versichert

Im südostasiatischen Raum ist es um den Versicherungsschutz bei Wetterschäden besonders schlecht bestellt. 91% der Wetterschäden in Asien sind nicht versichert, berichtet UBS. Das betrifft beispielsweise den Immobilienbereich: So gibt es laut Studie in China nur für 0,12% und in Indien sogar nur für 0,07% der Immobilienwerte einen passenden Versicherungsschutz.

Aber auch in anderen Regionen der Welt ist die Absicherung bei Wetterschäden nicht selten unzureichend. So sei in den USA ein Drittel der Wetterschäden nicht versichert, heisst es in der UBS-Pressemitteilung, Dadurch seien zwischen 1980 und 2014 wirtschaftliche Kosten in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar entstanden. Und die Lage in der Schweiz?

Unter anderem für die Schweiz präsentiert die Studie Daten zur geschätzten Unterversicherung von Immobilien. Laut Studie liegt die Summe der unterversicherten Immobilienwerte in der Schweiz bei 0,15% des Bruttoinlandprodukts. „0,15“ klingt erst einmal nicht nach viel. Bedenkt man aber, dass das Schweizer Bruttoinlandsprodukt beispielsweise 2013 bei 602,9 Milliarden Schweizer Franken lag, wird schnell klar, dass man bei 0,15% der Summe von etwa 904 Millionen Franken spricht. Das ist dann gar nicht mehr so wenig.

Auch Schweizer sollten daher kritisch prüfen, ob eine passende Gebäudeversicherung das eigene Haus ausreichend schützt. Und bei der Gelegenheit kann man dann gleich auch einmal die anderen Versicherungen unter die Lupe nehmen, die bei Wetterschäden relevant werden können: beispielsweise Auto- oder Hausratversicherungen.

Klimawandel beeinflusst auch Privatausgaben

Die UBS Studie thematisiert vor allem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Mittelschicht, wobei die StudienautorInnen hier auch den Einfluss auf Privatausgaben im Blick haben. In diesem Bereich haben die Analysten das Konsumverhalten der Mittelklasse in 215 Städten weltweit untersucht. Laut Studie setzen Menschen aus der Mittelschicht in den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Städten wie Los Angeles, Tokio und Shanghai markant unterschiedliche Ausgabeprioritäten im Vergleich zu Menschen aus der Mittelschicht in anderen Regionen.

„Im jeweiligen nationalen Vergleich gibt die Mittelschicht in diesen Städten zwischen 0,6% und 0,8% mehr fürs Wohnen aus“, was in konkreten Zahlen etwa 800 bis zu 1.600 US-Dollar pro Jahr entspricht, berichtet UBS. Kompensiert werden diese Mehrausgaben durch verhältnismässig weniger Ausgaben für Luxusgüter, Unterhaltung und langlebige Haushaltsgüter.

UBS warnt vor Langzeitfolgen

„Langfristig dürften die Temperaturen auf ein Niveau klettern, das nicht nur für die Gesundheit der Menschen problematisch sein wird, sondern auch die physische Infrastruktur belasten – und möglicherweise zu Schäden führen wird“, warnt die UBS in ihrer Pressemitteilung. Sie bezeichnet den Klimawandel als eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit, mit der die wichtigsten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Energiesicherheit, Verlust der Artenvielfalt und Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln eng verbunden sind. Man sei fest entschlossen, „Kunden dabei zu helfen, erfolgreich in einer Welt zu agieren, in der Treibhausgasemissionen zunehmend begrenzt werden“, teilt die Bank mit.

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