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Hilfe aus der Natur: Heilpflanzen und ihre Wirkung

April 4th, 2016 in News

Ysop (Eisenkraut) – Hyssopus officinalis

Der Ysop wird hierzulande oft Eisenkraut genannt. Er kann Entzündungen hemmen, die Verdauung fördern, Schleim lösen und Schweiss reduzieren. Als Heilpflanze wird er daher insbesondere zur Infektabwehr oder bei Magenproblemen beziehungsweise bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Zur therapeutischen Behandlung wird das gesamte Kraut mit seinen Blüten herangezogen. Für die heilende Wirkung ist in erster Linie das ätherische Öl wichtig, das unter anderem Pinocamphon und Kampfer enthält. Darüber hinaus ist die Pflanze noch reich an weiteren Wirkstoffen wie Bitterstoffen, Flavonoiden sowie Gerbstoffen. Den antibakteriellen Effekt erhält der Ysop vermutlich durch einen auf seinen Blättern ansässigen Schimmelpilz. Er produziert bestimmte antibiotische Stoffe, die dem Penicillin ähneln.

Heimat auf drei Kontinenten

Das Eisenkraut ist ursprünglich in Südeuropa, Westafrika und Nordasien beheimatet. Es gedeiht am besten unter warmen klimatischen Bedingungen und bevorzugt dabei kalkreiche trockene und auch steinige Böden sowie einen sonnigen Standort. An findet die Heilpflanze insbesondere am Wegesrand oder auf Hügeln und an Hängen.

Geschichte der therapeutischen Nutzung

Der Name Ysop geht auf das Hebräische zurück und bedeutet übersetzt soviel wie heiliges Kraut. Bereits in der Antike galt die Pflanze als beliebtes Heilmittel. So wurden ihre antibakteriellen Eigenschaften bereits in der Bibel beschrieben. Hippokrates (460-370 v. Chr.) empfahl den Ysop gegen Asthma, Bronchitis und Magen- oder Darmprobleme. Ausserdem hielt er ihn für ein effektives Mittel zur Wundbehandlung. Dioskurides verwendete ihn ebenfalls zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und als Magenmittel. Er lebte im 1. Jahrhundert nach Christus und diente zu dieser Zeit den römischen Kaisern als Arzt.

Im Mittelalter und der beginnenden Neuzeit war Eisenkraut ebenfalls gebräuchlich. Das Mainzer Kräuterbuch „Hortus Sanitatis“ von 1485 empfiehlt Ysop gegen Pestilenz, Epilepsie und Wassersucht. Und die pflanzenkundige Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) schätzte das Kraut als Mittel gegen Atemwegserkrankungen, Depressionen und zur Blutreinigung.

Vorsicht: Eisenkraut ist nicht für alle geeignet!

Für Schwangere, kleine Kinder sowie Epileptiker ist eine Behandlung mit Extrakten der Heilpflanze Ysop nicht geeignet. Der darin enthaltene Kampfer kann nämlich bei einer hohen Dosierung Krämpfe auslösen. Von einer Einnahme in grösseren Mengen wird zudem gemeinhin abgeraten, weil die Überdosierung von Ysop-Extrakt bisweilen auch einen toxischen Effekt entfaltet.

Anwendung des Eisenkrauts

Eisenkraut lässt sich innerlich wie äusserlich therapeutisch nutzen.

Innerliche Nutzung von Eisenkraut

Aufgrund seiner entzündungshemmenden und auswurffördernden Wirkung durch das ätherische Öl und die Gerbstoffe kann der Ysop Krankheiten wie Bronchitis, Asthma und eine Entzündung der Nebenhöhlen lindern. Zur innerlichen Anwendung eignet sich insbesondere ein Teeaufguss aus dem getrockneten Kraut. Ein Ysop-Tee ist auch gut zur Behandlung von Heiserkeit oder Halsschmerzen. Alternativ kann man hierfür eine Gurgellösung aus dem ätherischen Öl der Pflanze verwenden. Darüber hinaus nutzt man die Heilpflanze (vor allem aufgrund ihres hohen Bitterstoff-Gehalts) auch bei Magen- und Darmbeschwerden.

Äusserliche Nutzung von Eisenkraut

Äusserlich kann man Ysop für die Behandlung von Wunden einsetzen, indem man eine Kompresse mit der Tinktur oder einem Aufguss auf betroffene Areale legt. Bei Hautentzündungen können zudem Bäder mit den Wirkstoffen der Heilpflanze für Linderung der Beschwerden sorgen.

Medizinische Therapie

Therapien mit Heilpflanzen nennt man auch Phytotherapie. In der Schweiz ist die Phytotherapie derzeit eine der komplementärmedizinischen Massnahmen, die bis auf Widerruf von der Grundversicherung übernommen werden, sofern bestimmte Voraussetzungen dafür gegeben sind. Bei vielen weiteren alternativmedizinische Behandlungen beteiligen sich die Krankenkassen dagegen nur dann an den Kosten, wenn der Versicherungsnehmer eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hat.

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