Hypothek - passende Offerte erstellen lassen

Die wichtigsten Begriffe erklärt

Vor dem Kauf werden Sie eine Immobilie suchen. Das Wort stammt aus dem lateinischen „immobilia bona“ und bezeichnet ein „unbewegliches Gut“. Sie werden sich nicht nur um den Ausbaustandard wie Luxusküche und die Anzahl Zimmer kümmern müssen, sondern auch die Lage ist sehr wichtig – also zum Beispiel die Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten. Dabei wird Ihnen allenfalls der Katasterplan behilflich sein. Das Kataster ist die Beschreibung sämtlicher Parzellen, zum Beispiel einer Gemeinde. Dieser Plan wird meistens bei Verkaufsdokumentationen beigelegt, damit Sie auch wissen, wo die Grenzen des Grundstücks verlaufen und ob es sich bei benachbarten Parzellen allenfalls um unbebautes Bauland handelt, das die Lage Ihrer Liegenschaft dereinst beeinträchtigen könnte. Das Wort Parzelle stammt einerseits vom französischen „parcelle“ und andererseits vom lateinischen „particula“, was zusammen mit „abgemessenes Teil“ übersetzt werden kann.

Ein Grundstück kann aus mehreren Parzellen bestehen. Die angegebene Parzellennummer wird später auch im Kaufvertrag Erwähnung finden, den man am besten von einem Notar aufsetzen lässt. Auf jeden Fall müssen die wichtigsten Kaufdetails in diesem Vertrag und auch im Grundbuch eingetragen werden. Dieses Verfahren nennt man öffentlich Beurkunden. Damit wird verhindert, dass ein Grundstück zweimal verkauft wird – das ist von Gesetzes wegen nämlich verboten. Zufahrtstrassen sind im Kataster aber nicht verzeichnet. Dazu benötigen Sie den Situationsplan, den es aber nicht als offizielles Dokument gibt, beim Kaufentscheid aber sehr hilfreich ist und manchmal will der Gläubiger damit die Wertbeständigkeit einer Liegenschaft beurteilen.

Ein Gläubiger kann zum Beispiel eine Bank sein, die daran glaubt, dass Sie die Zinsen und die Amortisation pünktlich bezahlen werden. Anstatt Amortisation kann man auch Tilgung sagen – was nichts anderes als der (teilweise) Abbau der Schuld darstellt. Abbauen muss man aber nicht den ganzen ausgeliehenen Betrag: Der Kaufpreis lässt sich nämlich in drei Teile teilen: Das Eigenkapital müssen Sie bar bezahlen können, oder dafür das Guthaben aus der Vorsorge beziehen oder verpfänden. Das ist für den Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum möglich. Dabei bleibt das Geld auf Ihrem Konto, eine spätere Auszahlung geht dann aber nicht an Sie, sondern wird zur Tilgung der Schuld verwendet. Als Eigenkapital muss man meistens 20% des Kaufpreises beisteuern können.

Weiter wird das Haus aus zwei weiteren Teilen finanziert: mit einer 1. Hypothek (meistens 66% des Kaufpreises) und eine 2. Hypothek (in diesem Fall 14% des Kaufpreises). Nur diese 2. Hypothek muss der Bank binnen 20 bis 25 Jahren zurück bezahlt werden. Diese Berechnung nennt man auch Finanzierbarkeit, das heisst, es wird der Frage nachgegangen, ob der Schuldner das Eigenkapital von 20% beschaffen kann. Gelingt es ihm nun auch noch darzulegen, dass die fälligen Schuldzinsen das Einkommen mit weniger als 33% belasten, spricht man von der Tragbarkeit eines Objekts.

Wenn Sie sich bis hier hin durchgearbeitet haben erhalten Sie einen unrühmlichen Titel, denn Sie sind jetzt Schuldner. Dieses negativ behaftete Wort hat aber durchaus Vorteile: erstens verfügen Sie über günstiges Wohneigentum, denn die effektiven Kosten für ein Haus sind fast immer tiefer als die Miete für ein vergleichbares Objekt. Zu beachten gilt, dass zu den Gesamtkosten einer eigenen Liegenschaft auch Nebenkosten für zusätzliche Versicherungen, Abnützung, Reparaturen, sowie die ganzen Heiz- und Warmwasserkosten kommen. In einer Miete sind diese Kosten teilweise schon inbegriffen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie ab sofort Steuern sparen. Zwar muss der Eigenmietwert – ein virtuelles Einkommen – versteuert werden, doch lassen sich gleichzeitig die effektiven Schuldzinsen abziehen, auch Instandhaltungsarbeiten sind abzugsfähig und wer die indirekte Amortisation wählt, spart gleich doppelt.


Feedbacks
  • «Ich möchte mich noch einmal für den einmaligen Service bei Ihnen bedanken. Ich werde Sie mit Sicherheit weiterempfehlen.»
  • «Vorher wusste ich nicht, dass es eine Hypothek mit einer indirekten Amortisation gibt. Dank der ausführlichen Beratung habe ich mich nun für diese Variante entschieden.»
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